Rezension des Monats Februar 2021

Owens, Delia   Der Gesang der Flusskrebse
hanserblau (2019), 459 Seiten, fest geb., ISBN 978-3-446-26419-9,
ca. 22,00 €
Systematik: SL

Delia Owen versteht es mit ihren Worten Bilder zu malen,
Emotionen wie Einsamkeit, Angst, Neugierde und Liebe erscheinen dem Leser wie die eigenen.

Rezension

1952, North Carolina, eine Zeit in der Rassismus zur Normalität gehört.

Kaya, das Marschmädchen genannt, wird im Alter von 7 Jahren von ihrer Familie verlassen und ist auf sich alleine gestellt. Sie lebt in der Marsch, einer Landschaft vom Tidenhub des Meeres beherrscht. Sie lernt sich zu ernähren, ein wenig Geld kann sie mit dem Verkauf von Muscheln verdienen.

Die Menschen der nahegelegenen Stadt wissen um ihr Alleinsein, aber in deren Augen handelt es sich bei den Bewohnern der Marsch um Lumpenpack, wie die Schwarzen werden auch sie diskriminiert.-

Die wenigen sozialen Kontakte zu anderen Menschen beschränken sich auf Jumpin`, der die Bootstankstelle betreibt, und Tate, einem Freund ihres Bruders. Tate erkennt, dass Kaya Hilfe braucht und bringt ihr das Lesen und Schreiben bei.
Kaya sammelt alles was sie in der Marsch findet und kann nun endlich die Fundstücke nicht nur mit schönen Zeichnungen sondern auch mit Text beschreiben.

Abwechselnd wird in den Kapiteln vom Heranwachsen Kay´s (ab 1952) und die Untersuchung des Todes von Chase Andrews (1969) erzählt.

. . . es gipfelt in einem spannenden Gerichtsdrama!

Rezension von Ulrike Moser